Forensic Weapons Expertise

Zum Bereich der Waffen und Schusswaffen kann man jede Menge schreiben und verfassen - je nach Blickwinkel man auf die Thematik schaut. Lernen von den Besten - nicht nur ein Lebensmotto und die Devise von Koseck sondern auch hier Programm gewesen. Sein und das demzufolge heutige Wissen von Vary Forensic Deutschland bezieht sich auf exklusive Trainingsprogramme, die der Autor, Forensiker und Leiter von Vary Forensic selbst und hautnah durchlaufen hat. Gerade im Bezug zu Waffen, lernte er von den Besten worunter Soldaten der Bundeswehr, das KSK und in Teilen das GSG9 zu zählen sind. Dort erhielt er auch die Möglichkeiten, mit vielen unterschiedlichen Waffensystemen zu Arbeiten, um hierrüber Erkenntnisse für die Gerichtsmedizin gewinnen zu können. Darunter Waffen wie der Revolver, über Maschinenpistolen bis hin zum ultimativen und noch recht neuen Haenel CR223 Sturmgewehr der Bundeswehr.

Allgemeiner Hinweis: Vary Forensic Deutschland bietet in diesem Bereich keine Dienstleistungen selber an, dass heißt beispielsweise, dass Sie sich für eine Waffen-Forensik an die polizeilichen Landes- und Bundesbehörden richten müssen. Wir bieten hier allenfalls nur eine forensisch-geführte Beratung an, worauf es im gerichtsmedizinischen Wesen im Bezug zu Schusswaffen etc. ankommt, wie sich die Waffen von Terroristen und Spezialeinheiten unterscheiden lassen bis hin zu möglichen Rekonstruktionsarbeiten in polizeilich- bzw. militärisch geschützten Bereichen und in mittelbarer Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen. Eindringlicher Hinweis: Bringen Sie uns daher keine Schusswaffen zur Analyse vorbei - wir sind nicht Autorisiert solche Untersuchungen durchzuführen. 



Schuss und Schusswaffen (Einleitung)

Dieses Kapitel ist recht groß, so dass hier nur die wichtigsten Abschnitte aufgeführt sind. So müssen wir uns wenn es um einen Schuss geht, auch mit Schusswaffen, dessen Waffenkategorien und sämtlichen Definitionen auseinandersetzen. Hierzu gehört dann natürlich auch die Art der Munition, was Offensiv- und Defensivwaffen sind und was uns über die Wundballistik verraten werden kann. Von daher erhalten Sie an dieser Stelle ein kompaktes Kapitel mit dem nötigsten Wissen, dass Sie in der forensischen Rechtsmedizin beherrschen können sollten.



Die Lehre von Schuss und Schusswirkungen

Die Lehre von Schuss und Schusswirkungen (generell auch als Ballistik bezeichnet) befasst sich mit der Waffen- und Munitionskunde, mit der inneren Ballistik welche sich um die Vorgänge innerhalb der Waffe drehen und diese behandeln der äußeren Ballistik im Sinne der Flugbahn, dem Knall usw. und mit der so genannten Zielballistik wobei es sich um biologische Auswirkungen handelt. Welche wir im menschlichen Körper nicht nur darlegen können müssen, sondern auch einordnen sollten, um hieraus Parameter zu erwägen, mit jenen wir eine Falllage bewerten können.


Waffen und Munitionskunde

Bei dem Begriff „Waffe“ handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für alle Mittel die wir kennen und der Verteidigung oder dem Angriff auf einen Gegner oder aber auch dem Erlegen von Tieren zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung dienen. Waffen werden dabei zunächst einmal in zwei Kategorien eingeteilt, in denen wir zum einem zwischen Defensiv- und Offensivwaffen unterscheiden, und darüber hinaus Blank- und Wurfwaffen, wie dies in folgender Tabelle zu entnehmen ist.

Tabelle 1a: Waffenkategorien nach Defensiv- und Offensivwaffen

Kategorie:

Icon:

Beispiele:

Aufgaben:

 

Defensivwaffen


Schutzwesten, Helme, Schilde, Rüstungen

sollen empfindliche Teile des Körpers gegen Angriffe schützen


Offensivwaffen


Blankwaffen (1)
Wurfwaffen (2)

sollen den Angreifer oder Gegner schädigen

1) Blankwaffen = Hieb-, Stoß- und Stichwaffen (z.B. Messer, Dolche, Schlagringe), die auf kurze Distanz schädigen sollen
2) Wurfwaffen = Pfeil- und Bogen, Wurfsterne, Armbrust, Stein, Schusswaffe, welche auf lange Distanz schädigen sollen

woraus sich Tabelle 1b im Anschluss folgendermaßen ergibt:


Blankwaffen


Hieb-, Stoß- und Stichwaffen

Schädigen immer auf kurze Distanz, der s.g. Direktkontraktion


Wurfwaffen


Pfeil- und Bogen, Armbrust, Stein, Schusswaffen

Schädigen immer auf lange Distanz, der s.g. Fernkontraktion mit klarer Zieldefinition

Aber Moment mal, warum steht hier die Schusswaffe unter "Wurfwaffen"? Weil man die Schusswaffe schmeißen kann? Dies könnte auch ein Grund sein, warum man die Schusswaffe hier eingeordnet findet, gemeint ist hier jedoch etwas anderes, nämlich das Projektil der Schusswaffe, das "ausgeworfen" wird. Hierbei handelt es sich bei der Schusswaffe selbst also nur um ein Gerät, um den zielgerichteten Wurf absolvieren / bewerkstelligen zu können.


Waffenkategorien und Einteilung von Schusswaffen

Tragbare und durch eine Person bedienbare Schusswaffen werden benannt und entsprechend eingeteilt, wobei es auf die Auslegung und nach ihrem Gebrauch im besonderen Maße ankommt.

Die Gebrauchsart: Zu unterscheiden sind hier einhändig bedienbare Waffen und solche, für dessen Bedienung zwei Hänge benötigt werden. So werden die klassischen einhändigen bedienbaren Waffen als Kurzwaffen oder auch als Faustfeuerwaffen bezeichnet. Langwaffen und auch Handfeuerwaffen werden dabei mit immer zwei Händen bedient.

Die Schießkapazität (als Einzellader, Repetierer, Halb- und Vollautomat): Muss bei einer Waffe jede Patrone einzeln geladen werden, so nennt man dies Einzellader. Werden die Patronen mit einem Handgriff als Ladebewegung aus einem Magazin zugeführt, bezeichnet man dies als Repetierer. Geschieht der Prozess des Ladevorganges nach jedem erfolgten Schuss automatisch, muss aber jeder Schuss durch Betätigung des Abzuges einzeln abgefeuert werden, so nennt man diese Waffe „Halbautomat“ von halbautomatischer Betriebsbereitschaft. Eine Waffe, bei der durch einmaliges Betätigen des Abzuges mehrere Schüsse nacheinander abgefeuert werden können, trägt den Namen „Automat“ vom vollständigen Automatismus der Betriebsbereitschaft ohne weiteres menschliches Zutun. Nur mit den so genannten Automaten sind Dauerschussabgaben möglich.

Beschreibung von Kurz- und Langwaffen: In den beiden nachfolgenden Tabellen 2a und 2b erfahren Sie die wichtigsten
Details zu den Kurz- und Langwaffen in der Übersicht.

Tabelle 2a: Wichtige Details zu Kurzwaffen / Faustfeuerwaffen

Bezeichnung:

Beschreibung:

Pistole

Bei Pistolen handelt es sich im wesentlichen um mehrschüssige halbautomatische Waffen; abgesehen von einigen ein- und zweischüssigen Spezialkonstruktionen. Der Unterschied zwischen einer Pistole und einem Revolver besteht darin dass bei der Pistole das Patronenlager (Magazin) mit dem Lauf verbunden ist, und sich beim Revolver hinter dem Lauf befindet.

Revolver

Revolver sind Einzelschusswaffen, bei dessen mit dem Spannen des Hahns die Trommel um ein Patronenlager weitergedreht wird, so dass die rechts oder links neben dem Lauf liegende Patrone zur Zündung kommt. Die Drehrichtung der Trommel unterliegt keiner vorgeschriebenen Drehrichtung, so dass diese je nach Hersteller nach Links/ bzw. rechts drehen. Kapazität eines durchschnittlichen Trommelmagazins beträgt 5 bis 6 Patronen.

Maschinenpistole

Als durchweg automatische Waffen sind unter anderem Maschinenpistolen zu bezeichnen, die in der Regel Pistolenmunition verschießen. Die vorhandene Schusskapazität hängt vom verwendeten Magazin ab und liegt zwischen 30 und 50 Schuss. Die theoretische Schussfolge (auch als Kadenz bezeichnet) d. Maschinenpistolen (MPs) liegt zwischen 600 und rund 800 Schuss pro Minute, die auch im Dauerfeuermodus abgefeuert werden können.


Langwaffen (Gewehre = langläufige Waffen = Handfeuerwaffen): Der Lauf durch dessen ein Projektil getrieben wird ist bei einer Langwaffe entweder glatt gebohrt oder mit schraubenförmig angeordneten Vertiefungen (den so genannten Zügen) versehen. Glattläufige Waffen werden in der Regel als Flinten bezeichnet. Waffen mit einem gezogenen Lauf werden dagegen als Büchsen bezeichnet. Läufe mit Zügen (also gezogene Läufe) dienen dazu, einem langen Geschoss eine schnelle Drehbewegung um seine Längsachse zu erteilen, wobei es das Ziel ist, dem Geschoss eine deutlich stabilere Flugbahn mitzugeben. Man nennt diese Vertiefungen auch „rillenartige Vertiefungen“, welche sich auch am verschossenen Objekt zeigen wie eine Art Fingerabdruck → einer Waffe. Mit Flinten andererseits können nur kugelförmige und so genannte flügelstabilisierte Geschosse verschossen werden. Wie bei den Kurzwaffen, werden auch Langwaffen nach ihrer Verwendbarkeit eingeteilt, wozu wir im wesentlichen die Armeegewehre, Jagdgewehre und Sportgewehre zählen.

Tabelle 2b: Wichtige Details zu Langwaffen nach Verwendbarkeit

Bezeichnung:

Beschreibung:

Armeegewehre

Armeegewehre sind Büchsen und zumeist auch vollautomatische Waffen (man denke an Sturmgewehre wie z.B. M16 mit seinen diversen A-Versionen). Sturmgewehre sind weltweit gesehen fast überall zu bekommen, etwa 120 Millionen sollen davon im Umlauf sein, davon alleine rund 100 Millionen des berühmt-berüchtigten Kalashnikov AK-47 mit dem Kaliber von 7.62 x 39 mm. Während die M16-Reihe-Sturmgewehre A1 bis A4 von Soldaten verwendet wird, findet sich das AK-47 als typische Waffe bei Terroristen wieder.

Jagdgewehre

Jagdgewehre eines klassischen Jägers, der damit Wild schießt, sind Einzellader, die oft mit verschiedenen Läufen (etwa Büchsen und/ oder Flintenläufen ausgestattet sind). Handelt es sich um einen so genannten „Drilling“ bei einem Jagdgewehr, dann bedeutet dies, dass dieses mit zwei Flintenläufen und einem weiteren dritten, dem Büchsenlauf unter den beiden anderen, ausgestattet ist.

Sportgewehre

Sportgewehre sind in der Regel Repetierer oder Einzellader und je nach Sportart Flinten oder Büchsen. Darüber hinaus verfügen Sportgewehre über eine Extra-Sicherung, damit kein Schuss versehentlich ausgelöst werden kann, etwa beim Gebrauch während eines Biathlons, bei dessen das so genannte Zielschießen auch eine bewertbare Disziplin ist.


Tabelle 2c: Weitere Waffenarten

SRS-Waffen

SRS = Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen oder auch als Spezialwaffen. Etwa die Signalabgabepistole auf einem Kreuzfahrtschiff ist eine SRS-Waffe. Die hierzu erwerbbare Munition muss übrigens SRS-gekennzeichnet sein.

Umgebaute Waffen / Eigenfabrikate

Die meisten umgebauten Waffen beziehen sich auf eine Art Gasdruck. Unter Eigenfabrikate sind Waffen zu verstehen, die nicht serienmäßig in den Umlauf gelangen, sondern nach Spezialmodifikationen hergestellt worden sind - dies legal oder illegal.

Gasdruck-Waffen

präformierter Überdruck bewegt Geschoss und nicht Explosionsdruck des verbrannten Pulvers; Gasdruck- oder auch Schreckschusswaffen genannt, sind die Waffen, die meistens zu "scharfen Waffen" umgebaut werden. Dies zu bewerkstelligen geht jedoch nur mit Sachverstand. Gasdruckwaffen fallen daher auch oft unter die Sparte SRS-Waffen.

Keine Waffen im Sinne des WaffG

aber dennoch vom Funktionsprinzip her gesehen vergleichbar mit Waffen sind: Viehbetäubungsapparat (als Schlachtschussgerät) sowie Bolzen- und Nagel-Schussgerät (auf Baustellen verwendet)



Der Sammelbegriff "Munition"

Bei dem Begriff „Munition“ handelt es sich ebenfalls um einen Sammelbegriff, der eben sämtliche Objekte umfasst, die etwa bei Wurfwaffen die eigentliche Wirkung entfalten. Hierbei gilt, dass das geworfene Objekt selbst als „Geschoss“ bezeichnet wird. Wurfwaffen müssen dem Geschoss eine gewisse Geschwindigkeit erteilen, damit es überhaupt die gewünschte Distanz erreichen kann. Je nach angewendeter Energieform sind auch hier Unterscheidungen zu leisten, die wir im nachfolgenden in Feder- und Gasdruckwaffen durchführen.

Tabelle 3: Munitionswirkentfaltung bei Waffen

Waffentypus:

Energieentfaltung:

Beispiele:

Federwaffen

Energieentfaltung durch einer gespannten Feder

Bogen, Armbrust, Federpistole

Gasdruckwaffen

Energieentfaltung aufgrund eines unter hohen Druck stehenden Gases (Fn1)

CO2-Luftdruckpistolen, CO2-Luftdruckgewehre, Gewehre, Schusswaffen

Fn1: erzeugt durch mechanische Kompression, der Entnahme aus einem Druckgasbehälter oder erzeugt durch Verbrennung geeigneter Stoffe, gekennzeichnet als Explosivstoffe. Der Begriff Munition umfasst daher alles, also von der Patrone bis zur Verpackung um dies einmal recht allgemein aufzuführen.

Verschossen wird die Patrone und sie besteht aus:

Die beiden forensisch wichtigsten Patronenarten sind:

a) dem Geschoss (Projektil, Kugel, Schrot: siehe unten)
b) der Hülse (i.d.R. mit Zündhütchen) u n d
c) der Ladung: dem s.g. Zündsatz oder auch Treibsatz,
welches den Druck für die Geschossbewegung liefert.

1) Die Kugel-Patrone: Das Geschoss (die Kugel oder das Projektil) ist i.d.R. aus Blei und hat evtl. noch einen Metallmantel als Voll- oder Teilmantel)

2) Schrot-Patrone: Schrotkugeln (sehr grobe bis ganz feine Bleikugeln); Zwischenmittel (z.B. Filzpfropfen oder Kunststoffscheibe oder auch Becher genannt) zwischen Treibsatz und Schrotkugeln; Deckel oben an Hülse, über der Schrotladung

Die Ladung einer Patrone: Der Zündsatz enthält s.g. schlag-labile Stoffe mit Schwermetallen, u.a. Barium, Blei und Antimon (Sb), welches grundlegend für die chemische Schmauchrückstandsanalytik ist. Der Treibsatz besteht meist aus Nitroglycerin in Form von Pulverplättchen. Nach der Zündung verbrennt er explosionsartig und bildet viel Gas unter einem extrem hohem Druck, wodurch das Geschoss durch den Lauf getrieben wird. Betrachtet werden demnach zwei Komponenten, nämlich der Zünd- wie auch der Treibsatz. 


Klären wir an dieser Stelle noch die jeweiligen Patronenarten, welche wir in Kurzwaffen- und Langwaffenpatronen einsortieren. Was sind die entsprechenden Charakteristika der Patronen?

Kurzwaffenpatronen (Energie: 300 - 800 J): Wegen der Möglichkeit des einhändigen Schießens bei und mit Kurzwaffen, besitzen diese natürlich deutlich weniger Energie als dies bei Langwaffen der Fall ist. Angegeben wird hier ein Mündungsenergiebereich von 300 bis 800 J (J = Joule). Entsprechend dieses Umstandes sind die Patronen bei Kurzwaffen relativ klein. So unterscheiden sich auch die Relvolverpatronen von denen der Pistolenpatronen durch eine größere Länge und durch einen Rand am Hülsenboden, welcher letztenendes verhindern soll, dass die Patrone in der Revolvertrommel nach vorne rutschen kann. Das Revolverpatronen im übrigen größer sind als bei vergleichbaren Pistolenpatronen liegt daran, dass dies tatsächlich noch historische Gründe aufweist, die hier aber nicht weiter Thema sein sollten.

Langwaffenpatronen (Energie: 1.500 – 6.000 J): Ganz anders als bei den Kurzwaffen, ist der Mündungsenergiebereich von Langwaffen realtiv groß und wird daher mit 1.500 bis 6.000 Joule angegeben. Aus diesem Grunde existiert eine recht große Anzahl von sehr unterschiedlichen Patronen. Fast alle aber, besitzen eine Flaschenhülse. Patronen für die Läufe von Flinten haben dagegen stets eine zylindrische Form und die Hülsen bestehen an sich in der Regel aus einem harten Karton oder auch Kunststoff, dem so genannten „Becher“.

Geschossarten in Definition: Sie müssen hierzu wissen, dass es grundsätzlich zwei Arten von Geschossen gibt. Gezählt werden hier so genannte nicht-deformierende Geschosse, welche ihre Form beim Eindringen in ein Lebewesen weitest gehend beibehalten. Bei Deformations- und Zerlegungsgeschosse handelt es sich um Geschosse, die sich beim Eindringen in biologisches Gewebe (sprich Tier oder Mensch) deformieren bzw. zerlegen. So zeigten durchgeführte Untersuchungen und Erfahrungswerte aus der Praxis bei aufgefundenen toten Personen, dass Deformationsgeschosse wesentlich wirksamer sind als nicht-deformierende Geschosse. So sind diese für einen Kriegsfall zur Einsetzung verboten, für die Jagd von Wild allerdings vorgeschrieben. Zu welcher Art ein Geschoss gehört, hängt immer von dessen Konstruktion und natürlich auch dem Material ab.

Geschosskonstruktionsarten in der Übersicht:

Abbildung: Unterschiedliche Geschosskonstruktionsarten in der schematischvergleichenden Aufführung. Zur Benennung: a) Vollgeschoss, b) Vollmantelgeschoss, c) Teilmantelgeschoss, d) Hohlspitzgeschoss, e) bleifreies Jagdgeschoss mit AI-Spitze und f) Tombak-Jagdgeschoss mit Bleispitze

- Ein Teilmantelgeschoss ist ein ummanteltes Geschoss mit Bleikern an der Spitze, welche freiliegend sind.
- Ein Hohlspitzgeschoss ist ein Teilmantelgeschoss mit einer zentrischen Bohrung an der Spitze.
- Teilmantel- als auch Hohlspitzgeschosse sind in der Regel Deformations- oder auch Zerlegungsgeschosse. 
Der Durchmesser und die Masse (= Gewicht) eines Geschosses sind für die forensischen Abklärungen sehr wichtig, daher sollten Sie dies wissen.


Die Anzündvorrichtung muss einen von der Schusswaffe ausgelösten, mechanischen Schlag in einem Feuerstrahl und einem Druckstoß umwandeln, damit das Pulver (bzw. die Treibladung) angezündet werden kann. Damit es dazu kommen kann, enthält die Anzündvorrichtung (bekannt als Zündhütchen) eine sehr geringe Menge eines schlagempfindlichen Sprengstoffes. Abhängig von der Energie, die eine Waffe durch Auslösung dem Geschoss erteilt -also mitgibt, ist die dazugehörige Hülse unterschiedlich groß und auch zum Teil verschiedenartig geformt wie wir dies aus der zylindrischen, wie auch der Flaschenform kennen. Die Hülse verbleibt nach dem Schuss in der Waffe und wird automatisch oder manuell aus der Waffe ausgeworfen bzw. entfernt. Kurz umrissen im Sinne des Vorganges bedeutet dies: 1) Betätigung des Abzugs = 2) Zündhütchen löst aus = 3) S-empfindlicher Zündsatz explodiert = 4) Zündsatz entzündet Treibsatz = 5) Projektil wird durch Lauf getrieben = 6) Geschoss wird von Pulververbrennungsgasen kurzzeitig überholt 7) Hülse verbleibt nach Schussabgabe in Waffe und wird automatisch oder manuell entfernt 8) Beim automatischen Entfernen der Hülse geschieht dies gleichzeitig durch die Nachladung einer Patrone durch das Rückziehens des Schlittens.

Abbildung zu Schrotmunition: Einmal für Sie ausgebreitet, sehen Sie die Bestandteile einer herkömmlichen Schrotpatrone. In der Mitte des Bildes sehen Sie eine geöffnete Schrotpatrone mit dem entsprechenden Inhalt. Während die eine Seite der Patrone mit einem Sternenverschluss versehen ist, befindet sich am Boden die Kappe mit dem Zündmechanismus. Die Hauptbestandteile bestehen aus aus der Schrotladung (kleine Bleikugeln) und seiner Mitladung von Pulverplättchen.




Die Definition des Einschusses

Beim Auftreffen eines von weit her kommenden Geschosses (Projektil) wird in der Regel ein lochförmiges Hautstück ausgeschlagen. Dabei wird der Wundrand geschürft und außerhalb davon überdehnt, welches fachlich als Kontusion bezeichnet wird. Gleichzeitig wird der Schmauchbelag vom der Projektiloberfläche an den Wundrand abgestreift. Es zeigen sich hierdurch klar zu benennende Einschussbefunde, wie folgt. 

Typische Einschussbefunde sind:
1) der zentrale Substanzdefekt (immer kaliberstark-abhängig)
2) ein aufgestellter Schürfsaum
3) der s.g. Abstreifring (auch Schmauchring oder Schmutzring genannt)
4) der Kontusionssaum (mit Blutaustritten)
5) der Abdruck der Waffenmündung (bei aufgesetzten Schussabgaben)




Die Definition des Durchschusses

Bei einem so genannten Hochgeschwindigkeitsdurchschlag eines Projektils, welcher durch Knochen respektive Organe
geht, entstehen immer typische Verletzungen, die sich entsprechend aufführend benennen lassen:

Verletzungen am Knochen:

1) der auffällig konisch gestalteter Lochbruch (oft am Schädel). Hierbei entspricht die konische Erweiterung der Lücke immer der Bewegungsrichtung des Projektils beim Eindringen.

2) der auszumachende Splitterbruch (in der Regel bei Röhrenknochen aufzufinden). Die Splitter des Bruches werden in die Bewegungsrichtung des Projektils verlagert.


Verletzungen an den Weichteilen:

1) Bei einer recht geringen Projektilgeschwindigkeit entsteht i.d.R. nur ein recht kleiner Defekt, was auch zu beobachten ist, wenn ein lufthaltiges Organ (etwa die Lunge) getroffen wird.

2) Bei einer recht hohen Geschossgeschwindigkeit (von über 500 Metern pro Sekunde gerechnet) werden besonders wasserhaltige Gewebe wie die Muskulatur, Leber, Gehirn usw. durch die Geschossverdrängung radiär beschleunigt. Dies geschieht unter der Bildung einer temporären Wundhöhle, wobei es sich um eine höhlenförmige Zerreißung des biologischen Gewebes (der s.g. hydrodynamischen Sprengung) handelt. Die von hier radiär ausgehende Stoßwelle führt unweigerlich zu Organschädigungen welche teils fernab des Schussganges liegen.

 

Die Definition des Ausschusses

Bei einem Ausschuss trifft das Geschoss von innen auf die Haut der ausdringenden Seite, überdehnt die Haut und schlüpft quasi durch sie hindurch unter der Bildung einer zumeist kleinen Risswunde. Der Ausschuss ist daher als regelmäßig gekennzeichnet zu bezeichnen und äußert sich in der Regel durch folgende Wundmerkmale ab:

1) nur ein kleiner Defekt ist zu sehen (oft kleiner als Geschosskaliber)
2) es ist kein zentraler Substanzdefekt vorhanden
3) keine Schürfung an der Wundstelle und auch
4) kein Abstreifring

Bei vorliegenden Knochentreffern entstehen zwangsläufig Knochensplitter, die wie Sekundärgeschosse wirken und dadurch mitunter einen großen Weichteildefekt verursachen können. Liegt ein solcher Fall von Knochensplitterungen vor, dann ist der Ausschuss in sich relativ groß. Gleiches gilt in der Betrachtung allerdings auch, wenn sich das Geschoss zerteilt hat, wie dies bei Teilmantelgeschossen der Fall ist. Allerdings Vorsicht bei der Betrachtung von Schusswunden, wie eben aufgeführt! Denn die häufige Annahme, dass der Einschuss immer eine kleine und der Ausschuss immer eine große Wunde erzeugt, ist nicht richtig! Es verhält sich im wesentlichen genau andersherum, so dass der Ausschuss in der Regel kleiner ist, als der Einschuss. Eine Abkehr hiervon kann es nur bei Knochentreffern geben, aufgrund der zerreißenden Wirkung durch die Knochensplitter.


Die Definition von Nichtdeformierenden Geschossen
beim Eindringen in den menschlichen Körper

Nichtdeformierende Geschosse, also Voll- und Vollmantelgeschosse dringen während einer gewissen Strecke annähernd axial in den humanistischen Körper ein und erzeugen so einen recht engen Kanal (dem s.g. „Narrow channel“). Das Verletzungspotenzial ist hierbei relativ gering. Nach einer Strecke von etwa 10-20 cm stellt sich das Geschoss quer, wird in Folge dessen in natürlicher Art und Weise stark abgebremst und verliert dabei sehr viel Energie, die an das Gewebe noch übertragen wird / werden könnte. Hierbei wird das Gewebe wird in radialer Richtung wegbeschleunigt und es entsteht die so genannte temporäre Höhle, in deren Bereich die Verletzung am größten ist. Das Geschoss setzt dabei jedoch seinen Weg mit nun geringer Energie in der Querlage und in geänderter Richtung durch Abknickung im Schusskanal ersichtlich fort, bei dessen wiederum ein noch geringeres Verletzungspotenzial entstehend ist. Da in der temporären Höhle zunächst ein Vakuum vorherrschend ist, wird der ganze Schusskanal durch das Ansaugen von Verunreinigungen durch die Einschuss- und Ausschusslücke kontaminiert.


Die Definition von deformierenden Geschossen
beim Eindringen in den menschlichen Körper

Wie Sie bereits wissen, verformen sich Deformations- und Zerlegungsgeschosse innerhalb einiger weniger Zentimeter durch das Eindringen in den Körper und werden danach aufgrund der vergrößerten Querschnittsfläche) stark abgebremst. Der Ort der größten Energieabgabe befindet sich ca. 5-10 cm nach dem Einschuss, wie zahlreiche Untersuchungen in Übereinstimmung mit Schusswunden von Kriegsverletzten offenbarten. Danach, so ist nachzuverfolgen, nimmt das Verletzungspotenzial kontinuierlich ab. Der Schusskanal ist in seiner Erscheinung insgesamt ziemlich geradlinig.


Die Definition von kugeligen Projektilen (Schrotgeschossen)
beim Eindringen in den menschlichen Körper

Kugeln und instabile Geschosse (in der Regel alle Arten und Variationen von Schrotgeschossen) und auch Projektilsplitter haben das größte Verletzungspotenzial unmittelbar an der Einschussstelle. Der Schusskanal ist hierbei insgesamt abnehmend, so dass auch eine temporäre Höhle bei den Geschossen nicht auftritt. Dies bedeutet also recht einfach formuliert, dass die größte Verletzung von außen sichtbar ist.


Entfernungsbereiche und Schussdistanz

Anhand des vorliegenden Beschmauchungsbildes an der Wunde selbst, lässt sich ein Fernschuss immer von einem Nahschuss unterscheiden, und letzterer Folge zudem auch weiter in relativen und absoluten Nahschuss differenzieren. Unterschieden wird hier daher: a) in Fernschuss: keine Ladungsrückstände am Einschuss vorhanden, b) in Relativen Nahschuss: Ladungsrückstände sind auf der Haut und c) in Absoluten Nahschuss: Ladungsrückstände sind unter der Haut aufzufinden.

a) Der Fernschuss (Schussdistanz über 1 Meter): Bei einem Fernschuss beträgt die Schussdistanz in der Regel mehr als ein Meter, welches vom jeweiligen Schmauchausstoß mit der konkreten Kombination zur Waffe und verwendeter Munition abhängig ist. Dies hat dabei zur Folge, dass man keine Spuren von Schmauchrückständen mit bloßem Auge sehen kann und auch oftmals keines in kriminaltechnischen Analyseverfahren auffindet. Die Wundmorphologie des Einschusses beim Fernschuss zeigen dabei folgende zu benennende Charakteristika auf: 1) Im Zentrum findet sich ein Substanzdefekt vor, welcher an der Haut in der Regel kleiner ist, als das Geschosskaliber, dass eingedrungen ist. Der Substanzdefekt entsteht hierbei durch die vollständige Zerstörung der Haut, so dass der entstandene lochartige Defekt in der rechtsmedizinischen Untersuchung nicht adaptierbar ist. 2) daran angrenzend betrachtend liegt oftmals ein Abstreifring, welcher auch allgemeinhin als Schmutzring oder auch Randschwärzung bezeichnet wird, wenn die Haut nicht von Bekleidung bedeckt gewesen war, als der Schuss erfolgte. 3) drumherum befindet sich der Schürfsaum, wobei die Oberhaut fehlend ist. Bei einem orthogradem Auftreffen des Projektils ist der Schürfsaum als zirkulär in der Erscheinung zu bezeichnen (Abb. 1). Bei einem schrägem Auftreffen äußert sich die Erscheinung wie bei Abb. 2 zu sehen.

Hiervon deutliche Abweichungen ergeben sich in der Regel dadurch, dass das Projektil nicht mit der Spitze voran auf die Haut trifft, weil es vor dem Hauttreffer in seiner Flugbahn ein anderes Medium (z.B. Bekleidung) durchschossen hat und dabei instabil in der Flugbahn wurde oder an einem anderem Medium (z.B. Türrahmen) abgeprallt ist, welches auch als „Ricochet“ bezeichnet wird. Trifft das abgeschossene Geschoss nicht orthograd (also in physiologischer (Fortleitungs-)Richtung, sondern in einem Winkel auf die Haut, so verändert sich vor allem der Schürfsaum. Dieser wird dann zum Schützen hin kapuzenförmig verlängert.


b) Der relative Nahschuss (Schussdistanz unter 1 Meter): Bei einem relativen Nahschuss – also einer deutlich kürzeren Schussdistanz als dem Schmauchausstoß der Waffe bzw. Munition im aufgeführten Fall, entspricht in der Regel weniger als einen Meter, bei dem sich entsprechend viele Schmauchpartikel um die Einschusswunde herum auf der Haut ablagern. Ist die Haut entsprechend mit Bekleidung bedeckt, dann zeigen sich die Schmauchpartikel an der Bekleidung um das Einschussloch in der Bekleidung ab. Entsteht ein solches Bild, dann spricht man in der Forensik von einem so genannten
Schmauchhof, wie dies auch besonders gut in Zeichnung 3 zu sehen ist. 
Die Intensität der Beschmauchung ist umso intensiver und auch dichter im Gesamterscheinungsbild, je stärker sich die Waffenmündung der Haut, respektive der Bekleidung genähert hat. So ist bei einer hochgradigen Näherung der Schmauchhof relativ klein und glänzt dabei in einem gräulichen-schwarz. Bei einer vorliegenden größeren Schussdistanz kann der Schmauch oft vom menschlichen Auge nicht mehr wahrgenommen werden, während dessen kriminaltechnische Analyseverfahren Schmauchpartikel noch sichtbar machen können. Solche entsprechenden kriminaltechnischen Analysen werden hierbei oftmals noch vor Ort durchgeführt – etwa in einem Krankenhaus, nach der Notaufnahme eines Schussverletzten aber noch vor Durchführung der medizinischen Behandlungsleistungen. Bei einer geringen Schussentfernung (man spricht dann von unter 0,5 Metern = unter 50 cm), welches allerdings auch von der verwendeten Waffe und dessen Munition abhängig ist, können rasante Pulverpartikel auf die Hautoberfläche aufprallen und ein s.g. „sternenhimmelartiges Muster“ von punktförmigen Einblutungen respektive Oberhautdefekten um den Einschuss herum verursachen.


c) Der absolute Nahschuss (Schussdistanz = direkt Hautaufliegend): Bei einem absoluten Nahschuss sehen wir die Definierung besonders darin, dass die Waffenmündung direkt auf die Haut aufgesetzt ist bzw. wurde, während der Schuss abgegeben worden ist. Dies ist am häufigsten bei Suiziden zu beobachten, insbesondere durch den durchgeführten Kopfschuss (oder auch Schläfenschuss als Variantenform). Auftreten kann der absolute Nahschuss allerdings auch bei Delikten, zumeist bei solchen, die der gezielten Hinrichtung eines Opfer dienen. Hierbei erfolgt der Schuss dann zumeist in den Hinterkopf des fraglichen Opfers.

Am Kopf bzw. Schädel beeinflussen jedoch die vorliegenden anatomischen Verhältnisse und Gegebenheiten das Erscheinungsbild des Einschusses deshalb, weil unter der Haut nur wenig Weichteilgewebe liegt und der Schädelknochen ein Widerlager bildet. So werden die entstehenden Explosionsgase und der Schmauch durch das Einschussloch zwischen die Haut und dem Schädelknochen getrieben und blähen diese dabei kurzfristig auf, wodurch die Haut gegen die Waffenmündung (bei Gewehren oftmals der „Korn“) gepresst wird. Die Auswirkungen dessen sind häufig sternenförmig aufgerissene „Platzwunden“ (Abb. 4, 5) an der Haut. Auch ein Abdruck der Waffenmündung ist auf der Haut via Stanzmarke ersichtlich und der Schmauch befindet sich hierbei nicht auf der Haut, sondern unter der Haut – in der s.g. Schmauchhöhle. Die Schmauchhöhle kann je nach abgegebenen Druck in Bar unterschiedliche Größendimensionen erreichen und somit sogar recht oft bis in das Innere der Schädelhöhle hineinreichend sein. Wichtig ist die Bekundung der eingeprägten Stanzmarke auf der Haut, da diese sehr oft eindrückliche Details der Waffenmündung wiedergibt. Bei den sichtbaren Details als Abdruck auf der Haut spricht man auch von dem so genannten „Waffengesicht“, welches immer Hinweise auf die verwendete Waffe und deren Position bei der Schussabgabe überliefert. Dieser Umstand ist besonders wichtig in der Klärung eines Kopfschusses, der zur Unterscheidung in Kriterienform benötigt wird, um zwischen einer Selbst- und Fremdhandlung unterscheiden zu können. Denn wir wissen aus der rechtsmedizinischen Erfahrung heraus, dass ein Suizident die Schusswaffe in aller Regel in einer anderen Position an den Kopf hält, als dies eine Drittperson tun würde, alleine schon aus dem Umstand der Täterstandsposition heraus.

Abbildung 515-11 c: Ansicht einer Originalie nachdem der Schädel rasiert worden ist. Eine typische Einschusswunde bei einem aufgesetzten Schuss mit deutlicher Wundenschlagung und Schmauchhof. Charakteristisch hierbei, die sternenförmige Zerreißung. Ansicht eines absoluten Nahschusses am Kopf in der direkten Vergleichung mit den oben aufgeführten Zeichnungen zu sehen. Das Resultat bei diesem Einschuss in den Schädel ist eine sternförmige Wunde bei der eine Stanzmarke (Pfeile) zu erkennen ist, sowie deutliche Schmauchablagerungen.

Abbildung 515-13: Ein recht ähnliches Abbild in viel kleinerer Dimension mit einem Kleinkaliber verursacht. Auch hier eine Einschusswunde in den Schädel durch Selbstbeibringung, wie die Stanzmarke zeigt. Der Schuss war hier demnach aufgesetzt.


d) Die Einschusskriterien (sichere Anzeichen): 1) der vorhandene Abstreifring / die Randschwärzung, 2) der Pulverschmauch in der gräulich-schwarzen Erscheinung, welches sehr oft auch metallisch in der Erscheinung wirkt und sich auf oder unter der Haut befindet. Zweiteres ist allerdings nur ein sicheres Anzeichen, wenn es sich um eine Einzelschussverletzung handelt, 3) die sichtbare Stanzmarke beim absoluten Nahschuss, 4) bei platten Knochen die trichterförmige Erweiterung des Knochendefektes nach innen verlaufend, 5) der Schädelknochen zeigt im Querschnittsbild eine trichterförmige Erweiterung des Knochendefektes in Schussrichtung – bei einem Einschuss demnach also nach innen. Findet man einen skelettierten Schädel mit Einschusslöchern auf, kann wegen der trichterförmigen Erweiterung der Knochendefekte in Schussrichtung meistens klar zwischen Ein- und Ausschuss unterschieden werden.

 

Urheberrechtshinweis: Bei diesen Aufführungen handelte es sich im wesentlichen nur um Auszüge, die alle in Wort und Bild aus dem Buch "Forensische Gerichtsmedizin - Das ultimative Basislehrbuch" von Koseck im Jahr 2023 beim Verlag tredition veröffentlicht, abstammen. Beschrieben ist die Thematik der Schusswaffen und Schusswundendeutungen im Kapitel 5 - "Katalog der Schadensarten nach DUS" - Abschnitte 515-24 bis 515-28 auf den Seiten 600 - 631. Haben Sie bitte dafür Verständnis, dass nicht das ganze Material hier kostenfrei aufgeführt werden kann.